Die Strahlung einer erhitzten Bratpfanne ist gewöhnlich nicht zu sehen, wohl aber mit der Hand, die auf Infrarotstrahlung reagiert, zu fühlen. Wenn die Pfanne heiß genug ist, beginnt sie zu glühen, wird also so heiß, dass sie im sichtbaren Bereich strahlt. Für diese höherfrequente Strahlung sind unsere Augen empfindlich, wir sehen sie als rotes Licht.
Ein glühender Körper kann Licht jeder beliebigen Wellenlänge abgeben, sobald er die richtige Temperatur hat. Es wird um so mehr Licht ausgestrahlt, je heißer der Körper und je kürzer die Wellenlänge des vorwiegend ausgestrahlten Lichts ist. (Lichttemperatur)

Die heute gebräuchliche Glühlampe wurde entwickelt, als man mit Hilfe der Quecksilberdampfpumpe ein gutes Hochvakuum erzeugen konnte. Diese Pumpe wurde 1865 hergestellt; 1880 ließ Thomas Alva Edison die Glühlampe patentieren, eine Erfindung, ohne die unser heutiger Alltag kaum vorstellbar wäre.
In eine Glasbirne eingeschlossen ist eine Wendel aus etwa einem halben Meter dünnem Wolframdraht. Wolfram schmilzt erst bei 3653 K und besitzt eine niedrige Verdampfungsgeschwindgkeit. Wenn Strom fließt, erhitzt sich durch seinen hohen elektrischen Widerstand der Faden und strahlt. Je heißer die Wendel wird, desto heller und weißer erscheint das abgestrahlte Licht. Das Spektrum des Lichts verschiebt sich in den Bereich kürzerer Wellenlängen. Die Wendeltemperatur beträgt je nach Lampentyp circa 3000 K, bei Halogenlampen sogar darüber.
Elektrische Energie wird hierbei in Strahlungsenergie umgewandelt, die zu etwa 7% im sichtbaren Bereich liegt, zum größten Teil aber im Infrarot. Glühlampen haben im Vergleich zu anderen Leuchtmitteln eine nur begrenzte Lebensdauer von rund 1000 Stunden und sind leicht zerbrechlich.

In einer Halogen-Glühlampe (seit 1959) werden der Gasfüllung Halogene (meist Jod) beigemischt. Diese bewirken, dass sich das an der Wendel verdampfende Wolfram an der Innenseite des relativ kühlen Lampenkolbens zu einem Metallhalogenid verbindet.
Da diese Reaktion aber erst oberhalb einer Temperatur von etwa 250°C einsetzt, muss die Kolbenwand an der kältesten Stelle diesen Temperaturwert überschreiten. Deshalb fertigt man die Lampenkolben solcher Lampen möglichst klein und aus Quarzglas. An der sehr heißen Wendel zersetzt sich das Wolframjodid wieder zu Wolfram und dem Halogen, was einem Durchbrennen der Wendel entgegenwirkt sowie eine höhere Betriebstemperatur der Lampe begünstigt. Hierdurch entsteht ein sehr helles, weißes Licht.
Die Lichtausbeute ist während der gesamten Lebensdauer der Lampe hoch, so dass ein Bedampfen der inneren Kolbenoberfläche mit Wolfram praktisch vollkommen verhindert wird und liegt, vor allem im Niedervoltbereich, über der von herkömmlichen Glühlampen. Halogen-Glühlampen benötigen keine zusätzlichen Betriebsgeräte.
Niedervolthalogenlampen müssen allerdings an Transformatoren betrieben werden. Die kleine, kompakte Form der Halogen-Glühlampen führte zu neuen Einsatzgebieten. Seit langem schon in Autoscheinwerfern verwendet, haben sie auch Einzug im Bereich der Architekturbeleuchtung gefunden.