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Das Wesen des Lichtes..

Licht als Energie war eine Vorraussetzung f√ľr die Entstehung des Lebens. Unsere Umgebung nehmen wir mit vielen Sinnen wahr, die meisten Informationen nehmen wir jedoch √ľber die Augen auf. Wir sehen das Licht, welches in unsere Augen f√§llt.Schon seit der Antike haben Gelehrte und Wissenschaftler sich bem√ľht, eine allgemeing√ľltige Theorie √ľber die Natur des Lichts zu entwerfen. Dabei wurden viele grundlegende Erkenntnisse gewonnen, deren Theorien heute allgemein als moderne Physik bezeichnet werden.

300 v.Chr. hat Euklid sich in seiner Schrift √ľber die Optik darum bem√ľht, seine √úberlegungen in eine exakte mathematische Form zu bringen. Hierauf gr√ľndete sich die Theorie der geometrischen Optik, die besagt, dass Licht sich strahlenf√∂rmig auf geradlinigen Bahnen im Raum ausdehnt. Die Ausbreitung von Licht l√§sst sich also geometrisch beschreiben.

Ende des 17. Jahrhunderts kamen mit der Emissions- oder Korpuskeltheorie und der Ondulations- oder Wellentheorie zwei einander widerstreitende Auffassungen √ľber die Beschaffenheit des Lichts auf.

Die geradlinige Ausbreitung des Lichtes f√ľhrte Isaac Newton (1643-1727) dazu, 1675 die Emissionstheorie zu begr√ľnden. Danach besteht Licht aus winzigen Korpuskeln oder Partikeln, die von einer Lichtquelle aus geradlinig durch den Raum geschleudert werden. Die Lichtteilchen k√∂nnen von Hindernissen abprallen und die Richtung ihrer Flugbahn ver√§ndern. Weitgehend bleibt die Korpuskeltheorie der geometrischen Optik verhaftet.

1690 entwickelte Christian Huygens (1629-1695) in seiner Schrift Tractatus de lumini (Abhandlung √ľber das Licht) eine erste Art Wellentheorie des Lichtes. Um 1800 konnte Thomas Young (1773-1829) die Wellennatur des Lichtes beweisen. Ebenso wie der Schall kann auch das Licht als ein Wellenph√§nomen verstanden werden und die Ausbreitung des Lichtes mit allgemeing√ľltigen Gesetzen zur Ausbreitug von Wellen beschrieben werden. Ph√§nomene wie die Beugung, Interferenz und Polarisation des Lichtes sind durch die Wellentheorie erkl√§rbar.

Die Wellentheorie wurde 1815 von Augustin Jean Fresnel (1788-1827) fortgef√ľhrt. Er deutete das Licht als Welle in einem schwingenden, elastischen Medium, dem √Ąther. Obwohl zwar mittlerweile erwiesen ist, dass es zur Fortpflanzung von Lichtwellen keines derartigen Stoffes bedarf, spricht man bisweilen auch heute noch davon, dass Wellen durch den √Ąther geschickt werden, wenn z.B. von Rundfunksendungen die Rede ist. Dennoch wurde die mechanische √Ąthertheorie bereits im Jahre 1864 von dem schottischen Mathematiker Clerk Maxwell (1831-1879) widerlegt, indem er das Licht als ein elektromagnetisches Ph√§nomen darstellte. Seitdem wird das sichtbare Licht als ein relativ schmaler Bereich aus einem weiten Spektrum elektromagnetischer Schwingungen definiert.

Euklid erkannte, dass sich das Licht geradlinig und strahlenförmig im Raum ausbreitet.
Nach Newton prallen winzige Lichtteilchen wie Bälle von Gegenständen ab.
Die meisten Phänomene lassen sich mit dem Ausbreiten des Lichtes in Wellenform erklären.
 
© Hauke Haller 2000-2009